Gelb-rote Engel – Feuerwehr Ostheim bildet speziell ausgebildete Ersthelfer aus

Gastbeitrag von Tonya Schulz

Herz-Kreislauf-Stillstand und Bewusstlosigkeit … hier kann jede Minute lebensrettend sein. Ab sofort sind bei der Freiwilligen Feuerwehr Ostheim vor der Rhön 20 speziell ausgebildete Ersthelfer in der Reanimationsgruppe bei Bedarf im Einsatz.

Die Mitglieder springen in so genannten therapiefreien Intervallen ein, um die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Einjährige Ausbildung

Die Idee, eine Reanimationsgruppe ins Leben zu rufen, kam von Pia Graumann, selbst Gesundheitspflegerin. Mit Unterstützung ihres verstorbenen Vaters Thomas Graumann, damals Kreisbrandinspektor, organisierte sie die Weiterbildung, für die sich schnell Freiwillige fanden.
80 Unterrichtseinheiten haben die Ostheimer Feuerwehrleute innerhalb eines Jahres absolviert, ehrenamtlich und unentgeltlich in ihrer Freizeit.

Grundlage hierfür bildet der Ausbildungsleitfaden des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Die Mitglieder der Reanimationsgruppe wurden intensiv auf ihren Einsatz für lebensrettende Sofortmaßnahmen vorbereitet und ausgebildet.

Die Ausbildung erfolgte durch Mitglieder der Gruppe mit Ausbildungen zum Notfallsanitäter, Rettungssanitäter, aber auch aus dem klinischen Bereich in Absprache mit Notarzt Dr. Georg Kochinki.

Bei Bedarf wertvolle Minuten überbrücken

Die Reanimationsgruppe ist eine Einrichtung, die den Rettungsdienst in bestimmten Einsatzszenarien ergänzen kann. Sollte der nächstverfügbare Rettungswagen bereits in einem Einsatz gebunden sein, kann es sein, dass er eventuell für die Anfahrt länger als zehn Minuten benötigt.

Die Mitglieder der neuen Reanimationsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ostheim sind aufgrund ihrer örtlichen Nähe meist innerhalb weniger Minuten am Notfallort und können wertvolle Zeit überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft. Das ist sehr wichtig, denn die Chancen auf einen guten Ausgang bei einer Reanimation verschlechtern sich mit jeder Minute.

Spenden erbeten

Finanziert wird das Projekt über die erfreulich großzügigen Spenden, die u.a. an Infoständen bei Festen gesammelt wurden. Das Startkapital, mit dem die Gerätschaften und die Spezialkleidung angeschafft wurden, kam zu einem großen Teil von der Streutal-Allianz. Hierfür sind die Akteure sehr dankbar. Die Stadt Ostheim unterstützte die Initiative ebenfalls.

Die laufende Finanzierung, z. B. für Materialverbrauch etc., erfolgt auf Spendenbasis, da die Kosten nicht von Krankenkassen o.ä. gedeckt werden.

Die Reanimationsgruppe bittet deshalb herzlich um Spenden auf das Konto

IBAN: DE53 7935 3090 0011 2688 10, Empfänger: FF Ostheim e.V., Verwendungszweck: First Responder

Weitere Information: www.feuerwehr-ostheim.de